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deklarix/internal/store/tenant_scope.go
noroot fe28278615 feat: Row-Level-Security für Mandantenisolation auf DB-Ebene
Postgres-RLS-Policies auf allen Tabellen mit echten Mandanten-
Geschäftsdaten (antrag und alles darüber verkettete, abteilung,
werkzeug/werkzeug_sperre, genehmiger_rolle/freigabe_regel,
loeschfrist_einstellung). Kritischer Fund vor der Umsetzung: die
Anwendung verbindet als postgres-Superuser, der RLS immer umgeht -
Migration 0021 legt deshalb zusätzlich eine eingeschränkte Rolle
"deklarix_app" an, nur für die greifen die Policies tatsächlich.

internal/store/tenant_scope.go: WithTenantScope öffnet eine Transaktion
und setzt Sitzungsvariablen (app.account_id/app.is_betreiber) per
set_config mit Parameterbindung; alle Store-Methoden laufen jetzt über
s.db(ctx) statt direkt s.Pool. Jede require*-Middleware umschließt die
komplette Handler-Ausführung damit - jeder Request läuft dadurch auch
atomar in einer Transaktion (positiver Nebeneffekt).

Live end-to-end verifiziert (echter HTTP-Server + DATABASE_URL_APP auf
die eingeschränkte Rolle gesetzt): zwei Firmen registriert, Isolation
über Abteilung/Antrag/Bewertung bestätigt, zentraler NULL-Katalog für
beide sichtbar. Produktivbetrieb braucht noch einen manuellen Schritt
(Passwort für deklarix_app setzen + DATABASE_URL_APP konfigurieren,
siehe CLAUDE.md) - die Migration allein aktiviert noch nichts, solange
die App weiter als Superuser verbindet.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
2026-09-01 09:22:20 +02:00

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Go

// Row-Level-Security-Unterstützung. Isolation zwischen Mandanten lief
// bisher ausschließlich anwendungsseitig (Handler vergleichen AccountID,
// siehe CLAUDE.md) — das ist die einzige Stelle, die einen vergessenen
// WHERE-account_id-Filter in einer neuen Store-Methode nicht auffängt.
// WithTenantScope öffnet für die Dauer eines Requests eine Transaktion
// und setzt zwei Postgres-Sitzungsvariablen (SET LOCAL, per set_config
// mit Parameterbindung statt String-Interpolation — SQL-Injection-frei
// und automatisch auf die Transaktion begrenzt, kein manuelles Zurück-
// setzen nötig):
//
// - app.account_id — der Mandant, für den dieser Request angemeldet ist
// - app.is_betreiber — "true" für Ebene-5-Zugriff (sieht alle Mandanten)
//
// Migration 0021 aktiviert FORCE ROW LEVEL SECURITY auf den Tabellen mit
// echten Mandanten-Geschäftsdaten und legt Policies an, die genau diese
// beiden Variablen auswerten. Bewusst NICHT auf account/app_user/
// session/password_reset_token (siehe Migration 0021 für die Begründung
// — diese vier brauchen unmandantierte Lookups, z. B. Login per E-Mail).
package store
import (
"context"
"fmt"
"github.com/jackc/pgx/v5"
"github.com/jackc/pgx/v5/pgconn"
)
// pgxIface wird sowohl von *pgxpool.Pool als auch von pgx.Tx erfüllt —
// db(ctx) kann so transparent zwischen "kein Tenant-Kontext" (Pool,
// z. B. in Store-Tests ohne WithTenantScope) und "innerhalb eines
// Requests" (Tx mit gesetzten Sitzungsvariablen) wählen, ohne dass jede
// einzelne Store-Methode das selbst unterscheiden müsste.
type pgxIface interface {
Query(ctx context.Context, sql string, args ...any) (pgx.Rows, error)
QueryRow(ctx context.Context, sql string, args ...any) pgx.Row
Exec(ctx context.Context, sql string, args ...any) (pgconn.CommandTag, error)
}
type tenantTxKey struct{}
// db liefert die für ctx passende Ausführungsschnittstelle: die aktive
// Transaktion, falls WithTenantScope sie gesetzt hat, sonst den Pool
// direkt (z. B. für Store-Tests, die ohne Tenant-Kontext laufen — diese
// Tabellen sind dann nicht durch RLS geschützt, was für White-Box-Tests
// der Store-Logik selbst unkritisch ist, siehe dedizierte RLS-Tests in
// tenant_scope_test.go für den tatsächlichen Isolationsnachweis).
func (s *Store) db(ctx context.Context) pgxIface {
if tx, ok := ctx.Value(tenantTxKey{}).(pgx.Tx); ok {
return tx
}
return s.Pool
}
// WithTenantScope führt fn in einer Transaktion aus, die die Sitzungs-
// variablen für RLS setzt. accountID kann leer sein (z. B. während der
// Registrierung, bevor der neue Account existiert) — SetTenantScope
// erlaubt, die Variable mitten in derselben Transaktion nachträglich zu
// setzen, sobald die ID bekannt ist.
func (s *Store) WithTenantScope(ctx context.Context, accountID string, isBetreiber bool, fn func(ctx context.Context) error) error {
tx, err := s.Pool.Begin(ctx)
if err != nil {
return fmt.Errorf("store: begin tenant scope: %w", err)
}
defer tx.Rollback(ctx) //nolint:errcheck // no-op nach erfolgreichem Commit
scopedCtx := context.WithValue(ctx, tenantTxKey{}, tx)
if err := setTenantSessionVars(scopedCtx, tx, accountID, isBetreiber); err != nil {
return err
}
if err := fn(scopedCtx); err != nil {
return err
}
if err := tx.Commit(ctx); err != nil {
return fmt.Errorf("store: commit tenant scope: %w", err)
}
return nil
}
// SetTenantScope aktualisiert die Sitzungsvariablen innerhalb einer
// bereits laufenden WithTenantScope-Transaktion — nötig, wenn eine neue
// Firma erst mitten im Request entsteht (die account_id ist vorher
// nicht bekannt, siehe handleRegister/handleBetreiberAccountCreate).
// Ruft man es außerhalb von WithTenantScope auf, ist es ein No-op ohne
// Effekt (kein Tx im Context) — daher immer den Rückgabewert prüfen,
// falls das je außerhalb eines Handlers genutzt wird.
func (s *Store) SetTenantScope(ctx context.Context, accountID string, isBetreiber bool) error {
tx, ok := ctx.Value(tenantTxKey{}).(pgx.Tx)
if !ok {
return fmt.Errorf("store: SetTenantScope außerhalb von WithTenantScope aufgerufen")
}
return setTenantSessionVars(ctx, tx, accountID, isBetreiber)
}
func setTenantSessionVars(ctx context.Context, tx pgx.Tx, accountID string, isBetreiber bool) error {
betreiberFlag := "false"
if isBetreiber {
betreiberFlag = "true"
}
if _, err := tx.Exec(ctx, `SELECT set_config('app.account_id', $1, true), set_config('app.is_betreiber', $2, true)`, accountID, betreiberFlag); err != nil {
return fmt.Errorf("store: set tenant scope: %w", err)
}
return nil
}