Ebene 2 ("Antrag stellen") als einseitiges Formular statt mehrseitigem
Assistenten — jede zusätzliche Seite kostet Zeit, und laut Spezifikation
wird ein Antrag umgangen, wenn er länger als fünf Minuten dauert.
- GET /antraege/neu: Fragebogen-Formular (Abschnitte A-D exakt nach
Spezifikation). Adaptive Folgefragen (C2: welche Art von Entscheidung,
C3: welche Art von Erkennung) werden rein per CSS :has() ein-/
ausgeblendet, kein JavaScript nötig — visuell mit Chromium-Screenshots
verifiziert (unchecked vs. checked).
- POST /antraege: legt an und reicht direkt ein (entwurf->eingereicht in
einem Schritt, kein Zwischenspeichern als Entwurf für v1). Die
antworten-JSON nutzt exakt dieselben Fakten-Schlüssel wie
rules/*.yaml (b1-b7, c1-c5, c2_folge, c3_art) — Schritt 3 kann sie
direkt auswerten, ohne Felder umzubenennen. "Unsicher" wird bewusst
NICHT zu "ja" normalisiert (das ist eine Auswertungsregel für Schritt
3, keine Speicherregel) — der Antrag hält fest, was der Mitarbeiter
tatsächlich geantwortet hat.
- GET /antraege: eigene Anträge (Ebene 2 sieht nur eigene, nicht die
des ganzen Mandanten — dafür neue Store-Methode
ListAntraegeForUser, getrennt von ListAntraegeForAccount für den
späteren Ebene-3-Posteingang).
- GET /antraege/{id}: Detail, fremder Antrag liefert 404 (nicht 403,
gleiches Muster wie überall sonst im Projekt).
- betreiber-Rolle wird von allen Antrags-Routen weggeleitet (Ebene 5
ist technisch getrennt vom Mandantenbereich).
rules/OPEN.md Punkt 3 (fehlende Fragebogen-Unterscheidung für die
"verboten"-Varianten) damit geklärt: c3_art existiert jetzt mit den
bereits in rules/kivo_einstufung.yaml erwarteten Werten.
Volle Testsuite inkl. echter Postgres-Tests grün; End-to-End gegen
einen laufenden Server verifiziert (Antrag anlegen, antworten-JSON in
der DB korrekt, Detail-/Listenansicht, Mandantentrennung).
Deklarix war eine Pre-Publish-Kennzeichnungsprüfung für Werbe-Content
(UWG/MStV). Dieser Scope wird komplett verworfen und durch eine
KI-Antragsprüfung ersetzt: Mitarbeitende beschreiben ein KI-Vorhaben,
das System leitet Datenklasse und KI-VO-Einstufung ab, gleicht sie
gegen einen Werkzeugkatalog ab und erzeugt einen Entscheidungsvorschlag
mit Herleitung — ein Mensch entscheidet, das System bereitet nur vor.
BREAKING CHANGE: Migration 0008 droppt alle werberechtsspezifischen
Tabellen (submission, finding, extraction, evidence_package,
participant, platform_connection, asset). account/app_user/session/
audit_log bleiben (Mandantentrennung, Login, Protokollierung sind
produktunabhängig) — app_user.role wechselt von
creator/agentur/marke/kanzlei/admin zu den fünf neuen Rollen
mitarbeiter/verantwortlicher/pruefer/admin/betreiber (vier
Mandanten-Rollen + eine plattformweite, siehe CLAUDE.md).
Entfernt: internal/extract, internal/dossier, internal/evidence,
internal/socialconnect, alte rules/*.yaml (UWG-Regeln), testdata/golden
— alles ausschließlich für das alte Produkt.
Neu, Phase 1 der Baureihenfolge ("Datenmodell, Regelwerk als YAML,
Katalogstruktur"):
- Store: abteilung (Stammdaten), werkzeug + werkzeug_sperre (der
eigentliche Wert des Produkts — zentral gepflegter Katalog mit
mandantenspezifischen Ergänzungen/Sperrungen, Pflichtfelder
letzte_pruefung/quelle für jede Zusicherung), antrag (Fragebogen-
Grundgerüst, Antworten als JSONB für den adaptiven Fragebogen aus
Phase 2).
- internal/rules komplett neu: lädt und validiert drei YAML-
Regelwerke (Datenklasse-Ableitung, KI-VO-Einstufung, Anforderungs-
profil) aus rules/*.yaml — noch ohne Auswertungslogik gegen echte
Fragebogen-Antworten (das ist Phase 3, bewusst erst nach dem
Fragebogen aus Phase 2, der die exakten Fakten-Feldnamen festlegt).
Offene fachliche Annahmen (Rangfolge der Datenklassen, Fragebogen-
Lücke für die "verboten"-Varianten) explizit in rules/OPEN.md
dokumentiert statt geraten.
- Web-Layer auf Minimalgerüst reduziert, das kompiliert und die neue
Rollenwelt trägt: Firma-Registrierung (Ebene 1, erster Nutzer wird
admin), Login/Logout, Plattform-Bereich (Ebene 5, nur betreiber:
Dashboard, Accounts-Übersicht, Audit-Log) — Fragebogen (Ebene 2) und
Fachebene (Ebene 3) folgen in den nächsten Phasen.
- CLAUDE.md komplett neu geschrieben: Produktbeschreibung, Fünf-Ebenen-
Rollenmodell, Fragebogen-Spezifikation, Ableitungstabellen,
Werkzeugkatalog, Bewertungslogik (geplant), Onboarding, offene
Punkte (u. a. Postgres-RLS-Frage aus der Frontend-Spezifikation
noch nicht entschieden, "Admin und Verantwortlicher gleichzeitig"
beim Onboarding noch nicht datenmodelliert).
Volle Testsuite inkl. echter Postgres-Tests grün. End-to-End gegen
einen laufenden Server verifiziert: Firma-Registrierung legt Account +
admin-Nutzer an, Betreiber-Login leitet zu /betreiber, mandanten-
übergreifende Accounts-Liste sichtbar für betreiber, 404 für
mitarbeiter auf /betreiber, 303 zu /login ohne Sitzung.
Vorbereitung für automatische Beweissicherung statt manuellem
Screenshot-Upload: ein Kunde kann künftig seinen eigenen Instagram-
oder TikTok-Account per Standard-OAuth-Consent verbinden. Bewusst nur
das Grundgerüst — Meta/TikTok verlangen vor öffentlicher Nutzung eine
einmalige Business-Verification/App-Review (Wochen Vorlauf, siehe
CLAUDE.md-Abschnitt "Plattform-Verbindung (OAuth)"), die separat von
dieser Codeänderung läuft.
- internal/socialconnect: Connector-Interface + InstagramConnector/
TikTokConnector (reiner Authorization-Code-Flow, kein DB-Zugriff).
Instagram tauscht den Code zweistufig (kurzlebiges → 60-Tage-Token),
TikTok liefert Access-/Refresh-Token direkt. Endpunkte/Scopes wurden
gegen aktuelle Entwicklerdokumentation gebaut, nie gegen die echte
API verifiziert (keine Zugangsdaten vorhanden) — Hinweis dazu im
Paket- und CLAUDE.md-Kommentar.
- Migration 0006: platform_connection (NICHT append-only, anders als
finding/extraction/asset — ein Token wird ersetzt, keine Korrektur-
Zeile), höchstens eine Verbindung pro Account+Plattform.
- internal/web: GET /verbindungen (Übersicht je Plattform: verbunden/
nicht verbunden/nicht konfiguriert), GET /oauth/{platform}/start
(State-Cookie gegen CSRF, Redirect zum Consent-Screen),
GET /oauth/{platform}/callback (State prüfen, Code tauschen,
Verbindung speichern), POST /verbindungen/{platform}/trennen.
- Ohne gesetzte Client-Credentials + PUBLIC_BASE_URL bleibt die
Funktion inaktiv (kein Connector konfiguriert, /verbindungen zeigt
"nicht konfiguriert", kein Absturz) — main.go loggt das beim Start.
Volle Testsuite inkl. echter Postgres-Tests grün; OAuth-Flow gegen
Fake-Connector/httptest-Server verifiziert (State-Mismatch, Ablehnung
durch Nutzer, Token-Speicherung, Mandantentrennung). Kein Live-Test
gegen echte Meta-/TikTok-Endpunkte möglich, da noch keine echten
Client-Credentials existieren.
Nach dem Login landet jeder Nutzer (auch ein Admin, jeder Login gehört
zu einem Account) auf der normalen Startseite — ohne einen Link zu
/admin in der Navigation war der Admin-Bereich für einen Admin ohne
die URL im Kopf praktisch unerreichbar (genau das hat der Nutzer nach
dem Login gemeldet).
navData{IsAdmin} wird jetzt von jeder angemeldeten Seite (Start,
Beiträge, Beitrag-Detail, alle Admin-Seiten) an den gemeinsamen
"nav"-Template-Block durchgereicht; der Link erscheint nur für
role=admin. Test deckt beide Fälle ab (Admin sieht den Link, Mandant
nicht).
Bisher gab es nur Prüfen -> Archivieren, keine Möglichkeit, bereits
geprüfte Beiträge wieder anzusehen oder die Verantwortungsmatrix
(Beteiligte: wer hat vorgegeben, wer freigegeben) tatsächlich zu
pflegen — nur der Store-Layer dafür existierte schon.
Neu:
- GET /beitraege: Liste aller Beiträge des angemeldeten Mandanten
(Plattform, Status, höchste Finding-Schwere) via
ListSubmissionsForAccount.
- GET /beitraege/{id}: Detailseite mit Fakten, Findings, Archivieren-
Aktion und Verantwortungsmatrix.
- POST .../beteiligte, .../beteiligte/{pid}/aktualisieren,
.../beteiligte/{pid}/loeschen: echtes CRUD statt nur Ansicht, per
htmx ohne Seiten-Reload.
Mandantentrennung wie beim bestehenden Archiv-Download: fremde
Beiträge und fremde Beteiligte (auch über eine erratene participant_id)
liefern 404, nicht 403 — sonst würde eine 403 die Existenz der Ressource
bei einem anderen Mandanten bestätigen.
Web-Store-Interface um die bereits fertigen Store-Methoden erweitert,
fakeStore in server_test.go entsprechend nachgezogen. Volle Testsuite
inkl. echter Postgres-Tests (./scripts/test.sh) grün.
Pages were unstyled HTML until now. design/enterprise.css (enconf's
4400-line stylesheet) is tightly coupled to Ant Design/React class
names and a fixed desktop sidebar layout — not usable as-is for
Deklarix's plain server-rendered forms. Instead, internal/web/static/
app.css is a small, purpose-built mobile-first stylesheet that reuses
enconf's actual design tokens (primary blue #1677ff, radius scale,
shadows, Inter) for brand consistency without dragging in the
unrelated layout/framework rules.
Inter is self-hosted (copied from enconf's font files) rather than
pulled from Google Fonts, keeping the "no runtime internet dependency"
property. Only the "latin" subset is included — German umlauts and ß
all live in U+0000-00FF, so the cyrillic/greek/vietnamese subsets
enconf ships aren't needed here.
Inputs/buttons are sized for touch (44px min-height) and use 16px font
size to avoid iOS's auto-zoom-on-focus. Findings are color-coded by
severity (red/amber/green backgrounds with a matching left border).
Verified visually with chromium --headless --screenshot at both mobile
(390px) and desktop (1280px) viewports, including a real WK-001 finding
fetched from the running server and rendered through the actual
stylesheet — not just asserted via HTTP status codes.
Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Registration creates a new account plus its first user; login
authenticates an existing one; both set a deklarix_session cookie
(HttpOnly, SameSite=Strict, Secure only when the request itself came
over TLS — hardcoding Secure=true would break local http://localhost
development, since browsers won't store a Secure cookie over plaintext).
requirePage protects full-page GETs (redirects to /login); requireAPI
protects the htmx/download endpoints (401, since those are only ever
called from an already-authenticated page — an unauthenticated hit
there is the exception, e.g. a session expiring mid-use).
handleCheck now creates submissions under the current account.
handleArchive and handleDossierDownload compare the submission's
account against the caller's and return 404 on mismatch — not 403,
which would confirm the ID exists to a different tenant. Login failure
uses the same message for "no such email" and "wrong password" to avoid
account enumeration.
Restructured templates along the way: layout.html now only holds
reusable fragments ("head", "nav"); each full page (index/login/register)
is its own top-level named template. The previous layout+content nesting
would have broken the moment a second page defined "content" — Go's
html/template keys blocks by name across the whole parsed set, not per
file, so two pages both defining "content" would silently overwrite each
other.
Verified against a real running instance (not just Go's test recorder):
started the compiled binary against a fresh Postgres and drove the whole
flow with curl — anonymous redirect, registration setting a real cookie,
authenticated page load, logout clearing both the cookie and the
server-side session row, and being locked out again afterward.
Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Routing, html/template layout/content pattern, and the Pre-Publish
check flow: POST /pruefen runs extraction (Stufe 1) then rules.Evaluate
(Stufe 2) and renders the result as an htmx fragment. Nothing is
persisted yet — that's the next step (wiring internal/store in).
The needsClarification case is rendered explicitly as a request for
more information rather than "no findings", matching the core
principle. Every result carries the legal-advice disclaimer required by
CLAUDE.md's guardrails.
Server depends on a narrow Extractor interface rather than *extract.
Client directly, so tests inject a fake instead of calling the real API
— internal/web's test suite never touches the network. htmx is vendored
locally (internal/web/static/htmx.min.js) instead of loaded from a CDN,
keeping the UI usable without runtime internet access.
cmd/deklarix/main.go now wires all of this together: reads
ANTHROPIC_API_KEY (required) and RULES_DIR (default "rules"), builds
the extract client and loads the rule set, and serves web.Server instead
of the old inline health-only mux.
This exposed the same crash-loop risk fixed earlier for DATABASE_URL:
postinst's start guard only checked DATABASE_URL, so a fresh install
would now crash-loop on a missing ANTHROPIC_API_KEY instead. The guard
checks both. scripts/build.sh also now ships rules/*.yaml into the .deb
under /usr/share/deklarix/rules (not a conffile — rules are updated via
the release pipeline, never hand-edited on a server), and
deklarix.env.example points RULES_DIR there by default.
Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>